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Gesellschaft

Australier: bunte Mischung aus Einwanderern und Aboriginies

Die ersten Menschen, die nach Australien einwanderten, waren die Ureinwohner, auch Aboriginie (lat. "ab origine" = "von Beginn an") genannt. Die allgemeinen Bezeichnungen "Aboriginal" oder "Aboriginie" stammen aber von den Europäern und werden von den Ureinwohnern selbst nicht benutzt. In Australien trifft man vermehrt auf die Bezeichnung "Indigenous People".

Die einzelnen Clans und Stämme der Aboriginies geben sich Namen wie "Yolngu" (Norden), "Murri" (Osten), "Koori" (Südosten), "Nanga" (Süden), "Nyungar" (Südwesten), "Wonghi" (Westen) und viele andere. Die Aboriginies hatten schon lange bevor der weiße Mann Australien entdeckte, eine eigene Kultur und Sprachen entwickelt. Ihr Leben war hervorragend an die Erfordernisse des Landes angepasst, ihre soziale Ordnung war gut entwickelt und ihre Fähigkeiten und Naturkenntnisse verblüffen noch heute. Solange den Europäern die Existenz dieses Naturvolkes unbekannt und die "Terra Australis", der vermutete Südkontinent, noch nicht entdeckt war, konnten die Aboriginies ungestört mit der Natur in Einklang leben und eine komplexe Kultur entwickeln.

Doch nach der Beanspruchung der "Terra nullius" (Man nahm an, dass Australien von keinem Volk bewohnt wurde) durch die Europäer bestand für die Aboriginies die Gefahr der Ausrottung oder vollständigen Anpassung, die die Europäer vorantrieben. Mit dem Untergang von zahlreichen Stämmen ging auch ein Großteil der Kultur verloren und mit ihr die Identität und der Lebenswille der Aboriginies. Obwohl sich heute die Verhältnisse für diese Menschen in Australien gebessert haben, ist das Volk der Aboriginies eine immer noch benachteiligte Minderheit in seinem eigenen Land.

Australien heute: bunte Mischung verschiedener Religionen und Traditionen

Das moderne Australien wird von keiner Religion dominiert, so dass die in Europa bekannten christlichen Feiertage keine Berücksichtigung finden. Auch beim Weihnachtsfest geht es eher um Kommerz als um die Geburt von Jesus Christus. Allerdings gibt es in der Vorweihnachtszeit einen sehr schönen Brauch - Carols By Candlelight. Dazu treffen sich die Ortsbewohner, egal, welcher oder ob einer Glaubensgemeinschaft oder Religion angehörig, um im Kerzenschein Weihnachtslieder zu singen. Diese Treffen werden üblicherweise von einer der ortsansässigen Kirchen organisiert und Santa Claus ist dabei immer ein Überraschungsgast, wenn er mit seinem großen Sack gefüllt mit Süßigkeiten für die Kinder erscheint. Bei diesen Carols by Candlelight geht es aber keineswegs steif und ‚kirchlich‘ zu, sondern sehr locker, ausgelassen und fröhlich.

Sie haben im modernen Australien die Freiheit, keine oder jede beliebige Religion auszuüben, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Sollten Sie Ihr Kind in eine Privatschule schicken wollen, die durch eine Religionsgemeinschaft geführt wird, müssen Sie deshalb nicht dem Glauben angehören, allerdings werden den Schülern natürlich dem jeweiligen Glauben entsprechende Werte vermittelt. Die einzige Ausnahme bilden hier die römisch-katholisch geführten Schulen. Um dort aufgenommen zu werden, müssen Sie einen Taufschein (röm.-kath.) für das Kind und eine Heiratsurkunde der Eltern vorweisen können.



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